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Der langersehnte Reisebericht …

Erstellt von am 1. November 2013

Das Warten hat endlich ein Ende. Tut uns leid, dass wir euch erst jetzt den ersten Reisebericht liefern. Wir haben es die letzten Tage einfach nicht geschafft. Dafür kommt jetzt alles geballt.

Wie ihr ja schon alle wisst, ging unsere große Reise nach Australien am Samstag, 26.10.13 endlich los. Wir sind mit Svens Auto nach Freising zu Holzner Park & Fly gefahren, haben es dort für die nächsten 4 Wochen abgestellt und wurden im Kleinbus direkt an den Münchner Flughafen gefahren. Ein super Service, denn wir jederzeit wieder nutzen werden und auch weiterempfehlen können.

Kaum waren wir am Flughafen, konnten wir dank Sven und Online Check-in auch schon recht zügig unser Gepäck aufgeben. Waren anschließend bis zum Boarding noch beim Einkehren und Zeitvertreiben. Um 22.35 Uhr hoben wir dann endlich mit dem A380 Richtung Dubai ab. Nach knapp 6 Stunden und 4563 km haben wir Dubai bzw. die nächste Reisestation erreicht.

Dank der guten Beschilderung sind wir erstmals wild durch den Flughafen gelaufen und haben den richtigen Weg gesucht. Irgendwann konnten wir doch die Sicherheitsschleuse finden und sind zum Glück auf Anhieb durchgekommen. Im Duty Free Bereich haben wir dann lange überlegt, was wir mitnehmen sollen. Nach etwas Beratungszeit haben wir uns dann für eine Stange Lucky Strikes, 1 Liter Campari, 1 Liter Jägermeister und 1 Liter Metaxa entschlossen. Wie ihr seht, sind wir für die nächsten Wochen gut ausgestattet. Es ist auf jeden Fall für jede Stimmungslage was dabei. Bevor wir ins Flugzeug konnten, mussten wir den großen Einkauf noch verpacken und mit einem speziellen Kabelbinder versiegeln lassen. Nach dem Duty Free Bereich kam nochmals eine Sicherheitsschleuse, die wir passieren mussten. Hier haben wir unsere Kartons abgegeben. Diese wurden dann separat im Flugzeug bei unserem Gepäck verstaut.

Auch hier in Dubai verlief das Boarding ohne Probleme. Diesmal hatten wir allerdings eine längere Strecke vor uns. 14 Stunden und 15 Minuten (12257 km) mussten wir im Flugzeug verbringen. Das war richtig lange, danach hat es uns allen gereicht. Am 28.10.13 um 6.40 Uhr hatten wir dann das erste Mal australischen Boden unter den Füßen.

Die Passkontrolle verlief ohne Probleme und unser Gepäck konnten wir Gott sei Dank komplett in Brisbane entgegen nehmen. Hinter der Zollkontrolle haben wir festgestellt, dass unsere Duty Free Kartons noch fehlen. Sven hat sich bei einem Angestellten vom Flughafen erkundigt, wo man die Kartons bekommt. Er meinte, dass wir die Kartons schon vor der Linie des Zollbereichs abholen hätten müssen. Aber es ging alles gut. Sven holte mit einem anderen Zollbeamten die beiden Duty Free Souvenirs. Danach konnten wir endlich in den Eingangsbereich des Flughafens gehen. Mit australischen Wasser und Coca Cola löschten wir unseren Durst nach dem langen Flug. Bevor wir das Taxi zum Hotel nahmen, packten wir die Flaschen vom Duty Free Shop aus und vernichteten die Kartons mit Hilfe von Svens Leatherman im Flughafen-Abfall. Mit dem Taxi und unserem Gepäck ging es dann in die City zum IBIS Hotel, unser Schlafplatz für die nächsten zwei Tage.

Da wir alle zusammen so fertig waren, haben wir uns im Hotelzimmer eine Auszeit von ca. drei Stunden genommen. Frisch erholt starteten wir die erste Erkundungstour durch Brisbane. Uns zog es als erstes an den Eagle Street Pier. Hier gab es ein Bavarian Beer Cafe, allerdings kam dies nach kurzem Preischeck nicht für unser Abendessen in Frage. Als nächste Anlaufstelle diente das Victory Hotel. Dort kann man sehr gemütlich zusammensitzen, sein Feierabendbier oder andere Getränke genießen und sich über das Thema Abendessen beraten. Nach einem Pitcher Victoria Bitter (VB) und zwei Colas beschlossen wir, dass wir den Griechen am Eagle Street Pier besuchen.

Bei einem traumhaften Ausblick auf die beleuchtete Story Bridge, den Brisbane River und ein paar einsame Segelboote genossen wir unser Abendessen. Es war richtig lecker.

Trotz unserer dreistündigen Auszeit, wurden wir an diesem Tag nicht alt. Die Anreise nach Brisbane hat uns echt fertiggemacht.

Am nächsten Mittag zog es uns bei Sonnenschein und heftigen Wind auf die Straßen von Brisbane. Sven und ich zogen unsere Eltern erstmals ins Starbucks. Hier machten die beiden ihre ersten Erfahrungen mit dem Weltunternehmen. Wir bestellten drei Café Frappuccinos und einen Cappuccino. Beide waren total begeistert von ihren To Go-Bechern und natürlich auch vom Inhalt. Danach machten wir uns auf den Weg in den Botanischen Garten. Er liegt mitten in der Stadt am Brisbane River und ist wunderschön angelegt. Hier starteten wir unsere erste Fotosession. In dem Park wachsen Bäume und Pflanzen aus der ganzen Welt und man sieht die verschiedensten Tiere z.B. Leguane, verschiedene Vogelarten, Flughunde, …

Nach dem Parkausflug liefen wir wieder Richtung Eagle Street Pier. Mit dem City Cat fuhren wir von dort auf die andere Seite des Brisbane Rivers zu den South Bank Parklands. Kaum waren wir von der Fähre herunter, gab es einen richtigen Wolkenbruch. Wir suchten Schutz unter den gepflanzten Palmen und haben dort abgewartet, bis der Regen nachließ. Als wir durch die Parklandschaft liefen, kamen wir am Nepal Tempel vorbei. Dieser wurde für die Expo 1988 in Brisbane von der Stadt Kathmandu gebaut. Anschließend kamen wir an den berühmten Badebereich von South Bank Parklands vorbei. Mama und ich zogen unsere Schuhe aus und ließen unsere Füße im Wasser abkühlen. Das war richtig schön. Papa und Sven zogen gleich weiter in die nächste Bar. Als es langsam wieder zum Regnen anfing, zogen auch wir unsere Füße aus dem Wasser und folgten den Männern. Zusammen tranken wir ein kühles VB. Die Bar war richtig klasse. Es kam gute Musik und das Ambiente war super. Hier konnte man es gut aushalten. Leider machte uns die Zeit einen Strich durch die Rechnung, denn wir mussten wieder an den Anlegesteg zurück. Das Zwei-Stunden-Ticket lief langsam aus. Nachdem wir am Eagle Street Pier wieder angelegt hatten, schlenderten wir durch die Stadt zum Hotel und holten noch unsere Regenjacken. Dies war eine super Entscheidung, denn schon kurze Zeit später gab es den nächsten Wolkenbruch. Ich glaube wir waren an diesem Abend die Einzigsten, die mit Regenjacken durch die Stadt liefen. Alle anderen kamen direkt vom Arbeiten und hatten die A-Karte gezogen. Nur mit Regenschirm kam man an diesem Abend nicht ganz so weit.

Den Abend haben wir im Victory Hotel mit zwei Pitchern VB, vier Dinner Specials (Steaks mit Pommes, Sauce und Salat) und vier Knoblauchbroten beendet.

Am Mittwoch, 30.10.13 standen wir ziemlich früh auf, da wir schon um 10 Uhr an der Apollo Station unseren Camper abholten. Das Abholen hat etwas länger gedauert als wir gedacht haben. Es war verdammt viel los. Die Übergabe vom Camper übernahm die nette Claudia aus Deutschland. Dies war gar nicht schlecht, denn das technische Gedöns konnten wir so viel besser verstehen. Von außen sah der Camper gar nicht so groß aus. Mama dachte schon, dass wir unser ganzes Zeug gar nicht unterbekommen, aber mit stapeln und quetschen ging das schon. Claudia gab uns zum Schluss noch nützliche Tipps z. B. welcher Supermarkt in der Nähe und welcher in Australien am billigsten ist.

Sven wurde von uns dreien genötigt, den ersten Tag das Steuer zu übernehmen. Der erste Weg führte uns zur Tankstelle. Hier kaufte er die Marke für den gebührenpflichtigen Highway. Der nächste Halt war der billigste Supermarkt in Australien. Dreimal dürft ihr raten, welcher Supermarkt das ist. Richtig ALDI. ALDI erobert hier den fünften Kontinent und ist im Vergleich zu den anderen Supermärkten angeblich der billigste.

Als wir auf dem Parkplatz von dem Einkaufszentrum angekommen sind, ging erstmals die Parkplatzsuche los. Das war gar nicht so einfach mit einem Camper mit einer Länge von 7,70 m. Zum Glück waren in den hinteren Reihen noch einige Parkplätze nebeneinander frei. Damit wir niemanden behinderten, brauchten wir drei PKW-Stellplätze. Wenn das jemand in Deutschland gesehen hätte, dann wäre das Geschrei groß gewesen, aber hier in Australien juckt das niemanden.
Im ALDI fühlten wir uns gleich zuhause. Er war genauso aufgebaut wie bei uns. Wir haben uns gleich zurechtgefunden und füllten flott den Wagen. Mit dem Wagen steuerten wir vier unseren perfekt geparkten Camper an. Mama und ich verstauten die Einkäufe und Papa und Sven gingen noch in den Bottle Shop um die VB Ration für die nächsten Campertage zu kaufen.

Das Ziel für diesen Tag war Byron Bay. Damit wir dort ankamen mussten wir ca. 170 km auf dem Highway Richtung Süden fahren. Zwischendrin machten wir noch einen kurzen Abstecher in Main Beach bei Peter’s Fishmarket. Sven und ich waren hier schon vor 5 Jahren total begeistert von dem Fish & Chips Angebot und den frischen Fischen, Meerestieren, … Deshalb mussten wir auch diesmal hin und unsere Bäuche mit Fish & Chips füllen. Anschließend kauften wir noch ein paar Fischfilets vom Coral Beam und zehn frische Garnelen ein.

Der nächste Halt war anschließend wirklich Byron Bay und der Clarkes Beach Holiday Park. Nachdem wir den Camper auf dem Platz 96 abgestellt und uns langsam eingelebt hatten, gingen wir noch kurz ans Meer und genossen das Meeresrauschen und den Sand zwischen unseren Zehen. Hier kann man wirklich abschalten und den Urlaub genießen. Der Platz ist hier der absolute Hammer.

Wir fielen auch an diesem Abend wieder todmüde ins Bett. Vor allem Sven hat sich den Schlaf verdient. Er hat die komplette Strecke mit dem Mega-Schiff und dem Linksverkehr super gemeistert. Wir waren und sind richtig stolz auf ihn.

Gestern ging der Tag bei uns um 9 Uhr los. Es war ein traumhaftes Wetter. Genauso stellt man es sich in einem Surfer Paradies wie Byron Bay vor. Die Sonne scheint, es geht ein leichtes Lüftchen und alle sind total gut drauf. Auch wir, denn heute gab es das erste Mal draußen vor dem Camper ein richtiges Frühstück mit Kaffee, Cappuccino, Frühstückseiern, Toast, Cornflakes, … So kann man es aushalten. Selbst die typischen australischen Tiere besuchten uns. Mama war total überrascht was hier alles rumkriecht und –läuft. Wir sahen viele Truthähne, Vögel und Leguane. Unsere Nachbarn auf dem Campingplatz, ein nettes Ehepaar aus New South Wales, meinten, wir sollen den Tisch gleich nach dem Frühstück abräumen und nicht ohne Aufsicht stehen lassen. Die Turkeys (Truthähne) kommen sonst und klauen/fressen alles weg. Wir hielten mit den beiden einen kurzen Small-Talk. Hier erfuhren wir auch, dass auf den Eukalyptusbäumen direkt hinter dem Camper ab und an Koalas rumklettern und wir keine Angst haben müssen, wenn wir eine gelbe Schlange in den Bäumen sehen und diese herunterfällt. Es handelt sich nur um eine Baumschlange, die ganz harmlos ist. Außerdem teilte uns die Frau mit, dass seit zwei Jahren in Byron Bay ein ALDI ist. Auch hier bekamen wir nochmals die Info, dass ALDI am günstigsten ist.

Als wir mit dem Frühstück fertig waren und alles verräumt hatten, zog es uns in die Stadt. Die Frau von Apollo meinte, dass hier Millionäre und Hippies zusammen leben und in der Stadt verschmelzen. Irgendwie spürt man das. Es gefällt uns hier richtig gut. Es ist ein wirklich buntes Städtchen mit vielen kleinen Läden, vielen Hippies, Surfern, Urlaubern, … Alles läuft hier sehr stressfrei ab. Der optimale Ort um zu leben.

Während unserer Tour durch Byron Bay haben wir den ALDI gesehen und nochmals Wasser für unser Lager im Camper gekauft. Vor dem ALDI stand eine Wahnsinns Sängerin mit ihrer Gitarre. Bei ihr habe ich dann auch schon mein erstes Souvenir gekauft. Eine CD von ihr. Und das aller Beste war, dass ich die erste CD an diesem Tag gekauft habe. Die Sängerin heißt Ivette Meow und ist der absolute Hammer. Richtig genial. Die Laufbahn von ihr werde ich in Zukunft auf jeden Fall verfolgen. Ich glaube von ihr wird man noch sehr viel hören.

Nach dem Ausflug in die Stadt haben wir im Camper das Abendessen vorbereitet. Mama und ich haben die Tomaten und Gurken für den Salat geschnitten und alles hergerichtet. Auf dem allgemeinen BBQ-Platz vom Campingplatz hat Papa dann auf der Edelstahlgrillfläche unsere Rindersteaks und Zwiebelringe gebraten. An diesem Platz gibt es wunderbare Sitzmöglichkeiten und den perfekten Blick auf den pazifischen Ozean. Nach dem gigantischen Abendessen war der Abwasch angesagt. Mama und Papa haben dies übernommen. Sven und ich fragten an der Anmeldung nach, ob wir eventuell drei Tage verlängern können, aber leider klappt dies nicht. Der Platz ist komplett ausgebucht.

Als alles erledigt war, waren Mama und ich noch im Meer baden. War echt schön. Am Anfang wars etwas frisch, aber dann gings. Anschließend saßen wir noch gemütlich zusammen und haben entschieden, dass wir nach Byron Bay für drei Tage in den Nationalpark Mount Warning fahren. Haben gleich noch einen Platz für unser Schiff gebucht. Das wird bestimmt auch klasse.

Während wir draußen vor dem Camper saßen, hat es neben uns im Baum geraschelt. Dachten schon es ist ein Koala. Mit der Taschenlampe haben wir allerdings eine andere Entdeckung gemacht. Es war eine ganze Possum Familie, die durch den Baum kletterte und ihr Abendessen einnahm. Ist echt interessant, was man hier in freier Wildbahn sieht.

Heute starteten wir den Tag wieder mit einem guten Frühstück. Das Wetter war heute noch schöner und wärmer als gestern. Gegen 11 Uhr gingen wir Richtung Leuchtturm und den östlichsten Punkt von Australien. Es war ein klasse Ausflug mit sehr vielen Treppen und vielen Eindrücken. Als wir nach 4 Stunden wieder am Campingplatz ankamen, beschlossen wir, dass wir zum Abschluss von unserem Byron Bay Aufenthalt nochmals Richtung Stadt laufen. Sven und ich wollten unbedingt noch Klamotten shoppen gehen. Wir waren auch erfolgreich. Sven hat 3 Shirts und ich 2 Shirts gekauft. Danach gabs endlich Abendessen. Heute haben wir Coral Beam Fisch, frische Garnelen, Reis und Salat gegessen.
Morgen bricht auch schon wieder der letzte Tag in Byron Bay an. Bis 10 Uhr müssen wir den Campingplatz verlassen, das heißt früh aufstehen, damit wir noch in Ruhe frühstücken können. Außerdem muss der Camper für die Fahrt aufgeräumt und alle Dinge sollten sicher verstaut werden. Danach werden wir wieder Richtung Norden fahren. Es geht in den Mount Warning Rainforest Park. Kurz gesagt, „Bye, bye Byron Bay“ und „Hello Mount Warning Rainforest Park“. Sind schon gespannt wie es dort ist.

Die Fotos von unseren Eindrücken folgen demnächst.

Bis dahin schicken wir euch nach Deutschland ganz liebe Grüße.

Eure vier Aussi-Allgäuer

Eine Antwort auf Der langersehnte Reisebericht …

  1. Christine

    Danke für das Lebenszeichen und den lebendigen Reisebericht!
    Man meint man sitzt daneben 🙂

    Liebe Grüße aus der Heimat und weiter viel Reisefreude für alle Eislingers!
    Christine

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