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Hamilton Island – ein Traum in den Whitsundays!

Erstellt von am 14. November 2013

Am Sonntag, 10.11.13, brachen die letzten Stunden im Camper an. Da wir noch vier VB-Bier, zwei Milch, ein Mehl und Backpapier übrig hatten und wir dies leider nicht in den Flieger mitnehmen konnten, machte ich mich mit den Dingen auf den Weg und suchte in der Früh schon nett aussehende Leute und fragte, ob sie nicht ein paar Sachen brauchen können. Die erste Dame war sehr hilfreich. Sie nahm sofort das Backpapier und das Mehl. Bei den Bierflaschen zögerte sie, aber auch diese konnte ich bei ihr stehen lassen. Der nächste Herr nahm, nach kurzer Rücksprache mit seiner Frau Sandy, eine Milch und bei einem jüngeren Pärchen wurde ich auch die zweite Milch los. Das war ein perfekter Start in den Morgen. Man konnte somit anderen Leuten eine riesen Freude machen und es wanderte nichts Frisches in den Müll.

Um 8.45 Uhr erreichten wir mit dem vollgetankten Camper die Geschäftsstelle von Apollo. Kaum waren wir auf dem Parkplatz, stürmte auch schon ein Mitarbeiter raus und nahm uns den Camper ab. Die Express-Rückgabe hat perfekt geklappt und er war froh, dass der Camper wieder da war. Dieser wurde nur kurz gereinigt und sofort an den nächsten vergeben.

An diesem Tag lief wirklich alles perfekt. Das Taxi war auch nach ein paar Minuten da. Leider hat der Herr von Apollo kein großes Taxi bestellt. Der Taxifahrer, ein sehr netter älterer Herr, war total erschrocken über unser Gepäck. In den Kofferraum ging nicht alles rein, also nahmen Papa, Mama und ich den großen Rucksack von Sven und das Handgepäck von Mama und mir auf den Schoß. Nicht nur wir waren überrascht, was in so ein kleines Taxi geht, sondern auch der Taxifahrer. Bis zum Flughafen hatten wir mit ihm ein sehr nettes Gespräch. Um ca. 9.20 Uhr waren wir dann am Flughafen.

Sven hatte uns alle wieder via Online Check-in eingecheckt, deshalb wurden wir auch hier ziemlich schnell unser schweres Gepäck los. Diesmal war es wirklich schwer. Ich habe noch die 1,75 Liter Coca Cola und die 2 Liter Orangensaft eingepackt und Mama hatte die volle Jägermeister Flasche von Sven im Gepäck. Zum Glück hatten wir kein Übergepäck. Von den max. 23 kg, die wir mitnehmen durften, hatten wir einmal 22 kg und einmal 21 kg. Ich würde sagen, das war perfekt gepackt.

Das Boarding und der Start verlief planmäßig. Nach 1 Stunde und 40 Minuten sind wir bei Sonnenschein und 30 Grad auf Hamilton Island gelandet. Die nächsten fünf Tage waren Erholung pur.

Die letzten fünf Jahre gingen auch an Hamilton Island nicht spurlos vorbei. Das Flughafengebäude haben sie erweitert. Jetzt gibt es dort sogar einen Aufenthaltsbereich und verschiedene Check-in Schalter (für jedes Hotel einen). An den Schaltern bekommt man anschließend Anhänger mit der jeweiligen Zimmernummer. Was sich nicht geändert hat, ist die Gepäckabholung. Die Koffer werden alle auf Gepäckwagen in einen abgesperrten Bereich gefahren und von dort kann jeder seinen Koffer, Rucksack, … raussuchen. Anschließend hängt man die Zimmernummerzettel an den Koffer, schmeißt ihn in den passenden Shuttlebus-Anhänger und fährt damit zum Hotel.

Beim endgültigen Check-in im Hotel wurde uns gesagt, dass unsere Zimmer 1510 und 1511 noch nicht fertig sind. Also warteten wir in der Lobby. Nach 30 Minuten hat Sven nachgefragt, wie es aussieht. Da es immer noch nicht freigegeben war, durften wir auf Kosten des Hauses etwas in der Bar nebenan bestellen. Kaum waren wir dort, kam auch schon eine Hotelangestellte mit unserem Zimmerschlüsseln.

Nach unserem Baraufenthalt, ging es dann endlich auf die Zimmer. Auch hier waren die Zimmer durch eine Durchgangstür verbunden. Das eine Zimmer hatte nur ein Doppelbett und ein Bad ohne Fenster und das andere hat zwei Doppelbetten, ein großes Bad und einen großen Balkon mit Blick auf den Catseye Beach. Das Zimmer habe ich gleich in Anspruch genommen.

Wir haben ziemlich schnell beschlossen, dass wir gleich einen Buggy für 24 Stunden mieten. Mit ihm können wir ohne Probleme die erste Erkundungstour bzw. Sightseeing-Tour starten. Wir sind einmal quer über die Insel geheizt. Naja, heizen ist übertrieben. Bergauf war es sehr, sehr langsam. Einmal wurden wir bergab sogar von zwei Jungs überholt, trotz Überholverbot.

Am Sunset Point haben wir einen längeren Stop eingelegt. Dort ist jeden Tag von 4.30 Uhr bis Sonnenuntergang eine Bar aufgestellt. Eine super Idee und zusätzlich eine gute Einnahmequelle. An diesen Tag waren bestimmt um die 30 bis 40 Leute dort und es war ein kommen und gehen.

Den Abend haben wir anschließend im Restaurant Sails, das ehemalige Steakhouse, verbracht und haben somit den Gutschein von Weihnachten eingelöst. Es war verdammt lecker. Papa und Sven hatten Steak, Mama ein überbackenes Chickenfilet und ich Nudeln mit Gemüse und Parmesan.

Da wir auf Hamilton 4 Nächte gebucht hatten, war das Frühstück automatisch dabei. Das Buffet testeten wir auch gleich am nächsten Morgen. Es war der Hammer. Hier war für jeden was dabei. Es gab Pancakes, Rührei, Spiegelei, gefüllte Croissant mit Tomaten und Käse, gebratener Reis, Bohnen in Tomatensoße, Bacon, Würste, normale Croissant, Croissant gefüllt mit Schokolade, Bananenbrot, Obst, Wurst und Käse, Joghurt, verschiedene Cornflakes und Müslisorten, Toast in verschiedenen Varianten, verschiedene Marmelade, Honig, Butter und Margarine, Kaffee und Tee. Ich glaube das war’s. Obwohl für die Asiaten gab es noch eine Suppe und viele verschiedene Päckchen mit chinesischen Schriftzeichen darauf. Keine Ahnung was das alles war.

Nach dem Frühstück sind wir wieder auf unser Zimmer gegangen und haben uns für den Pooltag vorbereitet. Umziehen, eincremen, Handtuch schnappen und los geht’s. Der Hauptpool ist gigantisch. Dieser ist nicht direkt am Hotel, aber nach ein paar Minuten gemütlich laufen ist man dort. In dem Pool gibt es eine Bar. Hier bekommt man wirklich alles. Bier, normale Softdrinks und Cocktails. Von 13.30 bis 14.30 Uhr und von 15.30 bis 16.30 Uhr ist immer Happy Hour, dann zahlt man für die Cocktails nur 13 AUD anstatt 16,50 AUD. Die Bar haben wir aber nie genutzt. Wir sind immer nur vorbei geschwommen und haben auf den Poolliegen die Sonne genossen.

So gegen 15 Uhr sind wir wieder ins Hotel, haben uns umgezogen und sind die letzten 1,5 Stunden mit dem Buggy und Svens GPS Gerät auf der Insel herumgefahren. Einen kurzen Zwischenstop legten wir wieder am Hafen ein und kaufen uns 3 leckere Milchshakes. Sven bestellte einen Milchshake mit Karamell und Mama und ich nahmen einen Mango Magic. Geschmacklich hat der Mango Magic im Vergleich zum letzten Hamilton Island Besuch abgenommen, aber er war immer noch gut. Um 16.30 Uhr mussten wir auch schon wieder den Buggy Nr. 227 abgeben.

Das Abendessen fiel an dem Tag aus, da wir noch so voll vom Frühstück waren. Dafür haben wir unseren Balkon mit Blick auf den Catseye Beach genutzt und den Ausblick genossen. Ein Vorteil von unseren Zimmern war, dass es auf dem Gang gleich nebenan eine Eiswürfelmaschine gab. Hier konnten wir immer Eiswürfel für unsere Getränke holen. Mama und Papa haben deshalb auch mit Jägermeister-O auf Eis angestoßen.

Der nächste Tag begann eigentlich wie der vorherige auch. Zuerst Frühstück, Hotelzimmer und dann Hauptpool. So macht das Leben Spaß. Man muss einfach an nichts denken, man genießt nur das schöne Wetter und die Umgebung.

Am Nachmittag sind wir mit dem Green Shuttlebus zum Hafen gefahren. Auf Hamilton Island fahren 3 verschiedene Busse. Der Green Shuttlebus fährt immer nur vom Hotel zum Hafen und wieder zurück, ungefähr alle 15 Minuten. Und die anderen beiden Shuttlebusse (Purple und Orange) fahren auf der ganzen Insel herum. Die beiden kommen immer alle 40 Minuten am Hotel vorbei.

Unten im Hafen gab es einen Klamottenladen „The Hut“. Sven und ich dachten, dass wir dort auf jeden Fall was finden. Der Laden sah aber nur von außen sehr vielversprechend aus. Wir sind ohne Tüten wieder raus.

Im Anschluß haben wir im Manta Ray Café Pizza gegessen. War das lecker. Bestellt haben wir folgende Pizzen:

– Manta Prawns (Tiger Prawns, Chorizo, Buschtomaten Chutney, Zuccini Streifen, Parmesan und Ruccola)
– Meat Lovers (Bacon, gepfeffertes Rindfleisch, scharfe Salami, Chicken, Pilze, Parmesan und BBQ Sauce)
– Supreme (Salami, Paprika, gepfeffertes Rindfleisch, Oliven, Zwiebel und Mozzarella)

So eine gute Pizza habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Solltet ihr mal auf Hamilton Island sein, dann ist die Pizzeria Pflicht.

Nachdem wir fertig waren mit Essen, ging es noch in den Bottle Shop, den General Store und zum Milchshake Stand. Hier haben Sven und ich noch einen Milchshake gekauft. Für Sven gab es einen Milchshake mit Caramel und für mich einen mit Lime. Also der Milchshake mit Limettengeschmack war jetzt nicht unbedingt die beste Wahl, aber was soll’s. Man kann im Leben nicht immer Volltreffer landen.

Eigentlich wollten wir mit dem Green Shuttlebus zum Hotel fahren, aber der war so voll, deshalb liefen wir dann zum Reef View Hotel zurück. Beim Zurücklaufen hat Mama ein kleines Känguru auf der Wiese gesehen. Es saß einfach nur dort und hat gefressen. Als wir ein Foto machen wollten, sind zwei Leute auf die Wiese gelaufen und schon hat sich Skippy (das Känguru) zwischen Bäumen versteckt. Wir warteten eine Weile an der Stelle, aber Skippy kam nicht mehr raus. Das war sehr schade.

Der vorletzte Tag auf Hamilton Island begann mal wieder wie immer. Zuerst war das geniale Frühstück dran und dann stand der Pool auf der Liste. Diesmal ging es allerdings nicht nur in den Pool, sondern wir waren zuvor im Meer am Catseye Beach. Die perfekte Abkühlung bei ca. 25 Grad Wassertemperatur. Hinterher ging es noch in den Pool und dann auf die Sonnenliegen.

Bevor wir mit packen begannen, sind Mama und ich nochmals zum Hafen gefahren und waren dort auf der Post. Der Postbeamte ist so freundlich und nett. Genau so stellt man sich den perfekten Postbeamten vor. Einfach nur genial. Während wir unterwegs waren, haben sich Papa und Sven mit unseren neugierigen Besuchern auf dem Balkon beschäftigt. Hier auf Hamilton Island gibt es sehr viele weiße und freche Kakadus. Papa hat ein paar Apfelstücke klein geschnitten und einem Kakadu zum fressen gegeben. Am Anfang war es nur einer, aber durch irgendwelche Zeichen hat sich die Futterstelle herumgesprochen. Irgendwann waren es acht Kakadus. Sie saßen alle auf dem Geländer nebeneinander und wollten ein Stück vom Apfel abhaben. Das war sehr interessant und lustig anzusehen.

Für das Abendessen wählten wir wieder das Sails. Diesmal wurden wir gefragt, ob wir outside oder inside sitzen wollen. Unsere Antwort lautete „Inside“. Ich weiß nicht wie undeutlich wir geredet haben, aber wir bekamen einen Tisch outside. Ich habe mich gerade hingesetzt, da kam so ein dummer Vogel und dachte, hier lasse ich mal eine Ladung runter. Ganz großes Kino. Im Prinzip war der Abend für mich da schon gelaufen. Ich bin zurück ins Hotel, hab mich umgezogen und anschließend zurück ins Restaurant mit der Bedingung, dass die anderen einen Tisch inside ordern sollen. Das hat auch funktioniert. Deshalb blieben wir und aßen Rumpsteaks (Sven, Papa und ich) und Fish & Chips (Mama).

Beim heimlaufen ins Hotel meinten Mama und Sven, dass es Glück bringt, wenn ein Vogel auf einen scheißt. Aber ehrlich gesagt kann man auf dieses Glück echt verzichten.

Als wir wieder im Hotel waren, standen noch zwei Dinge auf dem Programm. Einmal war es das zusammenpacken von unserem Gepäck und als nächstes die letzten Stunden auf dem Balkon genießen. Sven hat uns außerdem noch online bei dem Segelveranstalter eingecheckt. Vielleicht spart man sich dafür in Airlie Beach etwas Zeit.

Heute Morgen haben wir die restlichen Dinge verstaut und sind bereits um 6.45 Uhr zum frühstücken gegangen. Unfassbar, die fünf Tage auf Hamilton Island vergingen schon wieder wie im Flug und waren richtig schön. Unser Ziel für heute ist Airlie Beach, denn von dort aus geht unser Segeltörn mit der Whitsunday Adventurer los. Die Fähre nach Airlie Beach fährt um 8.45 Uhr am Hafen in Hamilton weg. Wir sind schon gespannt was der Tag für Erfahrungen bringt und freuen uns schon sehr auf die Zeit in den Whitsundays.

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